Der zwillingsbereifte FT 460 fährt sich mit langem Radstand und verlängertem Rahmen (EL) mindestens genauso leicht wie jeder andere Transit und durch den beeindruckenden neuen Motor eigentlich sogar noch ein Stückchen besser. Das von Ford Otosan in der Türkei entwickelte TDCi-Triebwerk mit 3,2 Litern Hubraum basiert auf dem 2,4-Liter-Vierzylinder-Heckantriebmotor mit 103 kW/140 PS. Der Fünfzylinder ist mit dem neuen Sechs-Gang-Getriebe kombiniert, bei dem die Gänge 5 und 6 auf einer separaten Welle liegen. Vorteil dieser Konstruktion ist ihre Platz sparende Bauweise.
Der schwerste und längste aller Transit-Varianten lässt sich trotz seiner Masse und Länge auch von unerfahreneren Transportfahrern selbst auf engen und geschlungenen Landstraßen gut und sicher manövrieren. Nicht optimal gelöst ist allerdings die Sitzposition. Sie ist recht hoch und in Verbindung mit dem flach stehenden und tief liegenden Lenkrad etwas gewöhnungsbedürftig.
Der FT 460 EL kann schaltfaul und damit komfortabel gefahren werden. 470 Newtonmeter maximales Drehmoment zwischen 1700 und 2500 Umdrehungen in der Minute garantieren ein breit nutzbares Drehzahlband. Dabei bewegt sich der Geräuschpegel auf angenehmem Niveau. Die Spitzenleistung von 147 kW / 200 PS erreicht der Motor bei 3500 U/min. Dank seiner überzeugenden Leistungscharakteristik empfiehlt sich der 3,2-Liter-Turbodiesel auch als künftige Motorisierung für Wohnmobile auf Transit-Basis. Der Wartungsintervall beträgt 50 000 Kilometer oder alle zwei Jahre.
Der Transit FT 460 hat ein verstärktes Fahrwerk und größer dimensionierte hintere Bremsen. Er wird ab Werk auf eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h begrenzt. Verfügbar ist der neue Topmotor auch für die 350er-Reihe. Der Mehrpreis gegenüber dem weiterhin lieferbaren 2,4-Liter-Vierzylinder-Heckantriebsmotor beträgt 1950 Euro. Äußerlich ist die Motorisierung an dem leicht geänderten Kühlergrill für mehr Lufteinlass und der etwas weiter nach vorn gezogenen Motorhaube zu erkennen.
Der FT 460 und der Fünf-Zylinder-Motor sind Teil einer Produktoffensive des Kölner Autobauers bei seinen Nutzfahrzeugen. Sie sind so gefragt wie nie. Gegenüber 2006 wurde in diesem Jahr bislang europaweit ein Plus von 14 Prozent verzeichnet, in Deutschland waren es 31 Prozent. Den gestiegenen Anforderungen der Kundschaft trägt Ford beim Transit mit einigen weiteren Neuerungen Rechnung. Ab 30. Oktober 2007 sind alle Diesel-Modelle mit einem beladungsabhängigen ESP inklusive Berganfahr-Assistent ausgestattet. Es ist chassisgebunden und steht daher auch beim Flachbodenfahrgestell für Wohnmobilaufbauten zur Verfügung. Optional bietet Ford außerdem einen von 80 auf 103 Liter vergrößerten Tank für alle Heckantriebvarianten (Ausnahme: kurzer Radstand) sowie eine Rückfahr-Kamera an. (ar/jri)
























